Datenlage rund um Corona

Datenlage rund um Corona

C.Hammer Juli 30, 2020

 Subjektiv und emotional betrachtet erscheint den meisten Menschen Corona als heftiger Virus, dem es mit aller Kraft entgegen zu wirken gilt. Die Bilder von Italien und China haben sich eingebrannt, immer wieder neue Horrormeldungen, Langzeitfolgen, grausame Todesfälle. 

Und doch gibt es uns „Spinner“, die „Covidioten“, die sich erdreisten gegen die Maßnahmen der Regierung auf die Straße zu gehen. Die ganze Welt ist doch betroffen, warum also sollte man diesen „Verrückten“ überhaupt Gehör schenken? 

Als mathematisch und statistisch interessierter Mensch lasse ich mich ungerne emotional überzeugen. Ich will die Fakten kennen. Das erforderte seit Beginn von Corona mehrere hunderte Stunden Recherchen – Berichte lesen, Videos ansehen, Studien suchen und Statistiken ansehen. Zeit also, sich mal wieder nüchtern den offiziellen Zahlen zu widmen. 

Auf geht´s:

Der PCR-Test

Was ist der PCR-Test, was weißt er nach und was nicht? Wie genau ist er? 

Grundsätzlich gibt es nicht DEN PCR-Test. Es gibt viele verschiedene Hersteller, die Methoden und Genauigkeiten unterscheiden sich zwar nur minimal, aber der Irrglaube, Test ist Test sollte für jeden Menschen nachvollziehbar ad akta gelegt werden können. Adico, Agena Bioscience, altona Diagnostics GmbH, A. Menanini Diagnostics, Aprimeo Diagnostics, BAG Diagnostics, Besbion DX, Bioron, Cepheid, Check, Euroimmun, Fujirebio, Genetic Signatures, Hain Lifescience, Hologogic Deutschland, Luminex, Medac, Mikrogen, New England Biolabs, Quidel Germany, R-Biopharm, Roche, Siemens, Virotech, Abbott Molecular, Becton Dickinson, BGI Healtth, BioMerieux, Biotecon, Biozol, Seegene, TIB Molbiol, Vela und Zytomed sind nur einige der mittlerweile dutzenden Hersteller. 

Die jeweiligen Hersteller unterscheiden zwischen Sensitivität (je höher der Wert, desto kleinere Bestandteile des Virus erkennt er) und diagnostische Spezifität (gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass tatsächlich Gesunde, die nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, im Test auch als gesund erkannt werden.). 

Die Sensitivität liegt meist bei 100%, die diagnostische Spezifität reicht von 95% bis über 99%. 

Fehlerquoten: 

Wenn der jeweilige Test so genau ist, woher kommen dann die angeblichen Fehlerquoten? 

Die Suche nach der Fehlerquellen ist gar nicht so leicht. Ein Artikel des Ärzteblattes beschreibt die Fehlerquote wie folgt: 

 Hinzu kommen menschliche Fehler. Wird das Stäbchen zum Beispiel nicht lange genug oder an der falschen Stelle angesetzt, kann es ebenfalls zu Fehlerquoten kommen. 

Alles in Allem sind die Tests sehr genau, sie haben durchschnittlich eine Fehlerquote von ca. 1%. So sagt zum Beispiel Correctiv (Link zum Artikel HIER) :

   Als Quelle nenne ich hier zusätzlich eine offizielle Studie der deutschen Akkreditierungsstelle. 

Auch das Robert-Koch Institut stimmt hier zu: 

Dieser Satz ist wichtig! 

Dazu ein Beispiel: 

Nehmen wir an, von 1000 Menschen sind 500 (also 50%) tatsächlich erkrant. Bei einem sehr guten PCR Test mit einer Sensitivität von 100 % und einer diagnostischen Spezifikation von 99 % erhalten wir folgendes Ergebnis: 

Alle 500 Infizierten werden erkannt, dazu wegen 1% Fehlerquote 10 Personen, die falsch positiv getestet wurden. In Summe ergibt das 510 positiv Getestete. Also nur ein kleiner Anteil wurde falsch erkannt, die tatsächlich Infizierten wurden aber alle erkannt. 

Beispiel 2: 

Der selbe PCR Test, dieses mal ist von 1000 Menschen gar keiner infiziert. Das Ergebnis würde wie folgt lauten: 

10 positiv Getestete, von denen alle falsch positiv sind. 

Gehen wir also zum nächsten Schritt: 

Wie viele wurden denn überhaupt getestet?

Hierüber gibt das RKI in seinem Lagebericht (aktuell letzter vom 19.08.2020) auf Seite 12 Aufschluss: 

Wie man sehen kann, wurde die Anzahl der Tests ständig gesteigert und soll auch weiterhin steigen. Die Zahl der positiv Getesteten jedoch ist prozentual (! nicht in Summe) gesunken. Prozentual bewegen wir uns im 1% Bereich, also genau in der Fehlertoleranz. 

Was heißt das jetzt?

Heißt das also, alle positiv Getesteten sind falsch positiv getestet worden? Nein, es heißt aber, dass wir nur sehr wenige positive Testergebnisse haben von denen man eben nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sie nun aufgrund der Fehlertoleranz positiv getestet wurden oder tatsächlich infiziert sind. 

Wie kann man feststellen, wer tatsächlich infiziert ist?

Nun, entweder man testet die positiven Fälle nach 2-5 Tagen einfach erneut, oder aber man testet aufgrund der geringen Infektionsquote (!!! Achtung, geringe Infektionsquote heißt nicht geringe Infektionszahl! Es heißt, es wurden lediglich unter 1% aller Getesteten positiv ausgewiesen) eben nicht mehr Flächendeckend, sondern so, wie es die WHO und das RKI noch vor wenigen Wochen predigte schon bei geringen Anzeichen einer Krankheit, also Symptomen. 

Aktuell machen wir beides nicht. Infizierte werden in der Regel direkt in Quarantäne gesteckt, mit ihnen ihre Familien und Kontaktpersonen und wenn die Person in der Quarantänezeit nicht krank wird, gilt sie nach 2-3 Wochen als „gesund“. Ein zweiter Test entfällt. 

Entscheidet selbst: Was macht mehr Sinn: 

Alles und jeden sofort auch ohne Anzeichen zu testen und sofort mit Quarantäne belegen, oder gezielt jeden mit nur geringen Symptomen zu testen und falls positiv, für 3 Tage in Quarantäne, dann ein erneuter Test. 

 Vor einigen Wochen verkündete der deutsche Gesundheitsminister Herr Spahn, dass man genau aus dem Grund der falsch positiven eben auf keinen Fall zu viel testen solle. Doch heute wird genau das gemacht. Hören wir doch mal auf die Worte des Herrn Spahn: 

Unter dem Strich kann man also anhand der reinen Zahl der positiv Getesteten rein gar nichts ablesen, da man eben keine Info darüber erhält, ob der jeweilige Test aufgrund des Virus oder der Fehlerquote angeschlagen hat. 

Also brauchen wir die Daten der Kranken zum Vergleich, denn eines ist doch logisch: Je mehr Menschen infiziert sind, desto mehr Kranke müsste es ja auch geben. Da es leider KEINE Statistik darüber gibt, wie viele Menschen der positiv Getesteten welche Symptome zeigen und auch eine persönliche Anfrage von mir an die Stadt Offenbach ergab, dass hierzu keine Daten vorliegen, bleiben uns nur noch die Statistiken der belegten Intensivbetten und die Zahl der Verstorbenen. 

Nochmal ganz deutlich: 

ES GIBT KEINE DATEN, WIE VIELE MENSCHEN PROZENTUAL WIE SCHWER ERKRANKEN! (das muss man sich mal vorstellen, das ist ein Skandal! Nur Infizierte, Tote und mit dem Tod ringende Menschen.) 

Belegte Intensivbetten

Die Zahl der belegten Intensivbetten sieht laut dem offiziellen Melderegister DIVI (Tagesreport) so aus: 

Die Zahl der belegten Betten sinkt leicht, aber sie sinkt! 

Coronatote

Sterben denn jetzt mehr Menschen? 

Auch diese Frage lässt sich mit Hilfe des Robert Koch Institutes beantworten, allerdings ist eine Übersicht wann wie viele gestorben sind so einfach nicht zu finden. Aber wenn man auf dieser Seite den Link anklickt:  

 erhält man folgende Excel- Tabelle: 

Sieht noch etwas unschön aus. Links ist die jeweilige Kalenderwoche, rechts die Todesfälle. Grafisch umgesetzt sieht das so aus: 

Wir sehen: Auch hier sinken die Zahlen. 

Somit erhärtet sich der Verdacht, dass ein Großteil der derzeit positiv Getesteten falsch positiv getestet wurde und somit weder krank noch ansteckend sind. Wenn das so ist, sind nicht nur diese Menschen ohne Grund in Quarantäne, auch die Familien dazu und Kontaktpersonen. Wie viele das aktuell sind, ist schwer zu sagen. Am Beispiel Offenbach sehen wir aktuell, dass 109 Personen „aktiv infiziert“ sind (Was sind eigentlich dann inaktiv Infizierte?), aber sage und schreibe 443 Personen in Quarantäne sind.

Dazu kommt, dass jeder, der zum Beispiel heute positiv getestet wurde, dann gesund wird, negativ getestet wird und dann aber aus anderen Gründen verstirbt, als Covid- Todesfall gilt. Klingt unglaublich? Lest es zum Beispiel HIER nach. Das ist die EU weite einheitliche Zählweise. Wie viele daher wirklich AN Covid19 gestorben sind, weiß man nicht, auf jeden Fall weniger als die verkündete Gesamtzahl.


Für mich ergibt sich daher folgendes klares, eindeutiges Bild: 

Der Test wäre nur aussagekräftig, wenn wir auch viele Infizierte hätten. Haben wir nicht. Die Zahl der Verstorbenen und schwer Kranken sinkt. Es gibt daher nur 2 vernünftige Schlussfolgerungen: 

Entweder das Virus ist viel schwächer geworden, was für einen Coronavirus typisch wäre, schließlich ist es nicht Ziel eines Virus den Wirt zu töten, und/oder die Zahl der positiven Fälle basiert auf überwiegend falsch positiven Fällen, was bedeuten würde, dass man viele tausende gesunde Menschen zu Hause einsperrt und als Persona non grata diffamiert. 

Es gilt daher zu verinnerlichen: 

  • Positiv getestet heißt nicht unbedingt krank. 
  • Positiv getestet heißt nicht unbedingt infektiös. 
  • Krank heißt nicht schwer krank. 
  • Schwer krank heißt nicht, dass man Stirbt. 
  • Sterben heißt nicht mal, dass man trotzt positivem Test an Covid19 gestorben ist. 

Nicht überzeugt? Nachrechnen. 

Überzeugt: 29.08.2020 Berlin! (und Montags natürlich immer um 17 Uhr nach Schöllkrippen auf den Marktplatz 🙂   )

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