Kinder. Wir schaffen das. Nicht.

Kinder. Wir schaffen das. Nicht.

C.Hammer Februar 6, 2021
Beitragsbild von Ian auf Unsplash

Mit freundlicher Genehmigung von Katharina Münz (unbedingt mal besuchen!)


Gestern.

Mein Mann begleitet einen jungen Mann zu einem Termin beim Psychologen.

Ein Gespräch über die aktuelle Situation bleibt nicht aus.

“Wie geht es Ihnen?“

Der Psychologe seufzt. „Normalerweise haben wir hier in der Gemeinschaftspraxis – wenn‘s hoch kommt – eine Einweisung eines Kindes oder Jugendlichen im Jahr. Wenn‘s hoch kommt.

Aber jetzt? Seit November: 18. 

Vielleicht können Sie sich vorstellen, wie es mir geht.“

18

In Worten: ACHTZEHN

Achtzehn verletzliche, sensible Kinder und Jugendliche wie das da oben.

In nur drei Monaten. In einer einzigen psychologischen Gemeinschaftspraxis in Baden-Württemberg. Irgendwo auf dem Land, wo das Leben eigentlich noch ganz in Ordnung ist, verglichen mit anderen Regionen.

Mein Puls rast.

Und was tust du?

Was machen Sie?

Sie fordern „Solidarität“ ein für Hochbetagte und Multimorbide, „Solidarität“, die knallhart auf den Rücken der Jüngsten, Schwächsten und Verletzlichsten durchgeprügelt wird.

Es reicht!

Wie viele Leben unschuldiger Kinder sollen noch zerstört werden auf dem Altar eines (völlig irrealen) aseptischen „Lebens“?

Wer jetzt nicht aufsteht, wer jetzt nicht auf die Straße geht, wer jetzt weiter schweigt und sich wegduckt:

Der macht sich mitschuldig.

Es gibt keine Ausrede mehr.

Foto: Sharon McCutcheon auf Unsplash

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